Klangkultur

Handwerk · Klang · Holz

Mit Leidenschaft
fürs Streichholz

Drei Violinen, entstanden in freien Stunden — jede ein Experiment in Lack, Holz und Klang.

Instrumente entdecken

Moin


Willkommen auf meiner kleinen und bescheidenen Präsenz in der digitalen Weite. Hier stelle ich meine selbst geschaffenen Klangholzkreationen vor — Violinen, die in der raren Freizeit entstehen.

Die zweite Violine — meine persönliche Interpretation à la Cremonese — ist fertig. Die letzten Monate haben viel über Lacke gelehrt: Öllacke, ihre Eigenschaften, ihre Eigenarten.

Instrument Nummer drei ist mittlerweile fertiggestellt — mit knapp zwei Jahren Bauzeit etwas später als geplant, doch spiele ich aktuell mehr als dass ich mich mit dieser Handwerkskunst beschäftige.

Geduld ist eine sehr wichtige Tugend im Geigenbau.
— Dennis

3
Instrumente
2021
Erste Holzarbeiten
Geduld benötigt
01

Violine No.1


ErstlingswerkFertiggestellt 2021

Fertiggestellt nach sagenhaften 8 Monaten — ohne Pandemie und Lockdowns wäre das für mich auch nicht anders zu bewältigen gewesen. Ein antikisiertes Instrument mit eigenwilligem Charakter.

01′

No.1 Refinish


LackrevisionHarter vs. weicher Öllack

Nussbeize, Leimwasser und ein äußerst dünner einschichtiger selbst pigmentierter Öllack mit einer ordentlichen französischen Politur — ein interessantes und äußerst robustes Lackbild. Mittlerweile auch eine Experimentalgeige: mehrfach geöffnet, an Boden und Decke weiter ausgearbeitet.

02

Violine No.2


Il Cremonese — à la Stradivari 1715Persönliche Interpretation

Vorlage: die ex-Joachim Stradivari „Il Cremonese" von 1715. Einteiliger Boden, ähnlicher Jahresringverlauf. Lackaufbau:

  • Warm gewässert nach Roger Hargrave
  • Selbst hergestellte Walnussbeize
  • Minimalste Grundierung mit Leinölfirnis
  • Schicht 1: transparent — Terpentinharzöl (65% Terpentin, 30% Burgunderharz, 5% Lärchenterpentinöl)
  • Schicht 2: Farblack mit Cochenille, Ruß und Krappwurzelextrakt

Mittlerweile ist diese Geige meine Stimme geworden.

03

Violine No.3


Endlich vollendetFertiggestellt 2026 · Fleur-de-lis

Vollständig dokumentiert — vom rohen Holz bis zur winterlichen Polymerisation. Erste Freihandschnecke, erster Anschäfter, experimentell erhöhter Zargenkranz mit 31 - 32mm.

Der grundsätzliche Lackaufbau ist ähnlich wie bei meinem vorherigen Instrument und dünn aufgetragen in jeweils zwei Doppelschichten sowie einer etwas härteren transparentem Schutzlackschicht. Die ersten Schichten sind dabei fast transparent mit ein wenig Krapp. Die Farbschicht enhtält Ruß, Krappwurzel sowie Spuren von Karmin. Vorgebeizt wurde mit 1/3 Lösung Walnussbeize, versiegelt mit Leimwasser.

Als Garnitur kommen Wirbel und der Saitenhalter aus edlem Schlangenholz zum Einsatz. Bedingt durch das hohe Gewicht musste der Kinnhalter aus Schlangenholz weichen und wurde durch eine farblich passende Eigenkreation aus Palisander ersetzt.

Diese Violine hat kein Vorbild, sondern ist durch verschiedene Stile beeinflusst - wichtig war mir konstruktiv ein Instrument mit hoher Wölbung = großes Volumen zu bauen und dennoch eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit im Klang zu erreichen.

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